Der Adapter besitzt einen Analogausgang mit 0–10 V („RPM“) sowie einen digitalen PWM-Ausgang („PWM“). Diese Ausgänge liefern das Steuersignal für die Drehzahleinstellung der Spindel. Manche Spindeln benötigen das analoge 0–10-V-Signal, andere das digitale PWM-Signal mit 5 V Signallevel.
Es gibt Spindeln mit integrierter Elektronik und andere, die einen externen Frequenzumrichter benötigen. Allen gemein ist, dass man meist erst Parameter einstellen muss – dazu hilft nur das Handbuch der Spindel bzw. des Umrichters.
ACHTUNG
Achten Sie darauf, dass die Signale des Adapters an die richtigen Klemmen des Umrichters angeklemmt werden. Ein falscher Anschluss kann hier großen Schaden anrichten.
Die Ausgänge im Überblick
| Ausgang | Funktion |
|---|---|
| SPINDLE | Schaltausgang für ein Relais, mit dem die Spindel eingeschaltet werden kann. Damit lässt sich über ein Relais auch potentialfrei ein START/STOP-Eingang eines Umrichters schalten. |
| RUN+ / RUN- | potentialfreier Schaltkontakt (Open-Collector-Optokopplerausgang), über den ein digitaler Eingang des FU zum Starten des Motors geschaltet werden kann |
| RPM / GND | kalibrierbares 0–10-V-Analogsignal für die Drehzahl |
| PWM | digitales PWM-Signal mit 5 V Signallevel |
Wir empfehlen, die Schaltsignale an den Umrichter durch Relais zu entkoppeln: Schalten Sie mit dem Ausgang „Spindle“ ein Relais und mit dessen Kontakt dann den Eingang des Umrichters.
WICHTIG
Setzen Sie vor Frequenzumrichter und Spindeln immer ein Netzfilter ein. Das verhindert, dass hochfrequente Störungen ins Netz eingespeist werden und die Kommunikation mit dem PC stören – und ist grundsätzlich gesetzlich vorgeschrieben. Verwenden Sie außerdem immer geschirmte Kabel zwischen Umrichter und Spindel und erden Sie alle Teile sternförmig an einem Punkt.
0–10-V-RPM-Ausgang kalibrieren
Das 0–10-V-Signal lässt sich mit dem kleinen blauen Trimmer fein einstellen. Diese Einstellung muss vom Anwender vorgenommen werden. Zur Kalibrierung muss der Adapter angeschlossen, mit Strom versorgt und in Estlcam konfiguriert und programmiert sein. Der Frequenzumrichter selbst sollte dabei noch nicht angeschlossen sein.

- Starten Sie die Steuerung – in der Software mit F2 oder über Menü Ansicht → CNC Steuerung.
- Tippen Sie „pwm100“ in die Kommandozeile der Steuerung und drücken Sie Enter. Das Spindelsymbol muss von blau zu rot wechseln.
- Messen Sie die Spannung zwischen den Klemmen „RPM“ und „GND“ mit einem Multimeter – nicht zwischen PWM und GND. Achten Sie darauf, dass die Schrauben der Klemmen zum Messen angezogen sind; lose Schrauben haben keinen guten Kontakt und führen zu falschen Messwerten.
- Drehen Sie an der Schraube des blauen Potis, bis die Spannung ca. 9 V beträgt – absichtlich weniger als 10 V.
- Schalten Sie den Strom aus, beenden Sie Estlcam und ziehen Sie das USB-Kabel ab.
- Schließen Sie den Frequenzumrichter an, stecken Sie das USB-Kabel wieder ein, schalten Sie den Strom ein und starten Sie Estlcam.
- Tippen Sie erneut „pwm100“ und drücken Sie Enter. Der Fräsmotor sollte jetzt mit etwas weniger als der maximalen Drehzahl laufen.
- Drehen Sie am Poti, bis er exakt seine Maximalgeschwindigkeit erreicht hat, und dann noch einen kleinen Tick weiter.
Damit ist der Ausgang exakt eingestellt.