Die vollständige Maschine muss eine Nothalt-Vorrichtung besitzen, in die auch die Steuerung integriert sein muss. Ein automatisches Wiederanfahren nach dem Auslösen des Nothalts muss sicher verhindert werden.

Dazu sollte der Nothaltkreis einen Kontakt enthalten, der an einen der Eingänge der Steuerung angeschlossen wird. Dieser Eingang ist dann auf die Funktion „Fehlermeldung“ einzustellen. Wird er aktiviert, stoppt die Steuerung weitere Bewegungen der Achsen.

Notwendig ist ein Nothalt der Kategorie 1

Gesteuertes Stillsetzen bei Aufrechterhaltung der Energiezufuhr, um die Abschaltung durchzuführen. Unterbrechung der Energiezufuhr erst nach dem Stillstand der Maschine.

Durch diese Vorgehensweise kommen Spindel und Antriebe schnellstmöglich zum Stillstand. Erst danach wird die Energieversorgung unterbrochen. Ein stumpfes Abstellen der Stromversorgung führt meist zu längerem Nachlaufen der Spindel.

WARNUNG

Die Eingangsfunktion „Fehlermeldung“ ist kein Notaus. Sie ist eine Softwarefunktion, die keinen hundertprozentigen Schutz bieten kann. Ein echter Nothalt muss durch geeignete Hardware realisiert werden; das Fehlermeldungssignal kann nur als optionale Zusatzmaßnahme dienen.