Der Adapter besitzt einen Analogausgang mit 0-10V „RPM“ sowie einen digitalen PWM-Ausgang „PWM“. Diese Ausgänge sind dazu da ein Steuersignal für die Drehzahleinstellung der Spindel zu liefern. Manche Spindeln benötigen das analoge 0-10V Signal, andere das digitale PWM Signal mit 5V Signallevel.

Es gibt Spindeln mit integrierter Elektronik, und andere die einen externen Frequenzumrichter benötigen. Allen gemein ist, dass man meist erst Parameter einstellen muss, dazu muss man das Handbuch befragen. Dann ist es wichtig darauf zu achten dass die Signale des Adapters an die richtigen Klemmen des Umrichters angeklemmt werden, ein falscher Anschluss kann hier großen Schaden anrichten.

Möglichkeiten des Klemmenadapters

  • Der Relaisausgang „M“ stellt einen Schaltausgang für ein Relais zur Verfügung, mit dem die Spindel eingeschaltet werden kann. Damit kann auch über ein Relais potentialfrei ein START/STOP-Eingang eines Umrichters geschaltet werden.
  • Das Klemmenpaar „RUN+“ und „RUN-“ stellt einen potentialfreien Schaltkontakt (Open-Collector Optokopplerausgang) zur Verfügung über den ein digitaler Eingang des FU zum Starten des Motors geschaltet werden kann.
  • Die Klemmen „RPM“ und „GND“ stellen ein kalibrierbares 0-10V Analogsignal zur Verfügung über das die Drehzahl des Motors gesteuert werden kann.
  • Kalibriere immer zuerst den Drehzahlausgang – siehe unten!
  • Die Klemmenbeschriftungen der Frequenzumrichter sind leider je nach Hersteller und Typ sehr unterschiedlich.
  • Fast alle Frequenzumrichter sind im Auslieferungszustand auf Start / Stopp über das eigene Bedienfeld parametriert!
  • Start / Stopp über den Klemmenadapter geht meist erst nach entsprechender Anpassung der Parametrierung (Hersteller- und typabhängig). In der Regel hilft da nur ein Blick in das Handbuch weiter.
  • FUs mit Poti im Bedienfeld sind im Auslieferungszustand meist auf Drehzahlregelung über das eigene Poti parametriert. Auch hier ist in der Regel erst eine Parameteranpassung erforderlich, teilweise sogar das Umstecken von Jumpern im Inneren des FU.

Wir empfehlen die Schaltsignale an den Umrichter durch Relais zu entkoppeln. Schalten Sie mit dem Ausgang „Spindle“ ein Relais und mit dessen Kontakt dann den Eingang des Umrichters.

WICHTIG

Setzen Sie vor Frequenzumrichter und Spindeln IMMER ein Netzfilter ein! Dies verhindert dass hochfrequente Störungen ins Netz eingespeist werden und so die Kommunikation mit dem PC stören. Es ist grundsätzlich gesetzlich vorgeschrieben Netzfilter einzusetzen. Verwenden Sie auch IMMER geschirmte Kabel zwischen Umrichter und Spindel und erden Sie alle Teile sternförmig an einen Punkt.

Frequenzumrichter Start / Stopp Ausgang

Der „RUN“ Ausgang ist ein potentialfreier Optokopplerausgang zum Schalten digitaler Eingänge von Frequenzumrichtern, so dass kein zusätzliches Relais benötigt wird. RUN- ist der negative, RUN+ der positive Anschluss.

Die Anschlussbezeichnungen an Frequenzumrichtern sind sehr verschieden und sollten im Handbuch nachgeschlagen werden. Häufig sind jedoch:

  • „FOR“, „FWD“, „RUN“ des Frequenzumrichters an RUN+ des Adapters
  • „GND“, „XGND“, „DCM“ des Frequenzumrichters an RUN- des Adapters

RPM 0-10V Ausgang kalibrieren

Das 0-10V Signal lässt sich mit dem rechten kleinen blauen Trimmer fein einstellen. Diese Einstellung muss vom Anwender vorgenommen werden. Zur Kalibrierung muss der Adapter mit Strom versorgt und in Estlcam konfiguriert sein.

Kommandozeile der Steuerung mit dem Befehl pwm100
Kommandozeile der Steuerung mit dem Befehl pwm100
  1. Vor Abschluss der Kalibrierung sollte an RPM nichts angeschlossen werden.
  2. Starte die Steuerung.
  3. Tippe pwm100 in die Kommandozeile der Steuerung und drücke die „Enter“ Taste.
  4. Der „Spindel“ Button in der Software muss von blau auf rot wechseln.
  5. Messe nun die Spannung zwischen „GND“ und „RPM“ mit einem Multimeter. Die Schrauben der Klemmen müssen vor der Messung zugedreht werden: Offene Klemmen haben schlechten Kontakt!
  6. Drehe die Schraube des blauen Potis hinter der „RPM“ Klemme um die Spannung auf 10V einzustellen. Drehen im Uhrzeigersinn verringert die Spannung, gegen den Uhrzeigersinn erhöht sie die Spannung.
  7. Achte darauf mit dem Schraubenzieher nicht abzurutschen (Kurzschlussgefahr).
  8. Fertig – jetzt kann ein Frequenzumrichter etc. angeschlossen werden.

Feinjustierung

  • Weicht die Spindeldrehzahl deutlich von der Vorgabe ab kannst du durch Drehen am Poti eine Feinjustierung im laufenden Betrieb vornehmen.
  • Achte dabei darauf keinen Kurzschluss zu verursachen oder zu nahe an gefährliche Spannungen führende Komponenten zu gelangen!
  • Abweichungen von 1-2% sind allerdings normal und in der Praxis nicht relevant.

Drehzahlsignal anschließen

  • „VI“, „Vin“, „10V IN“ des Frequenzumrichters an RPM des Adapters
  • „GND“, „AGND“, „ACM“ des Frequenzumrichters an GND des Adapters

Anschlussbeispiele

Ohne Gewähr – auf eigene Verantwortung.

Huanyang Hy… Serie

AdapterFrequenzumrichter
RUN+FOR
RUN-DCM
RPMVI
GNDACM

Parameter 1: „1“, Parameter 2: „1“, Parameter 72: „400“, Parameter 73: „100“. Falls Poti im Bedienfeld: Jumper von „VR“ auf „VI“ umstecken.

YL620

AdapterFrequenzumrichter
RUN+FWD
RUN-XGND
RPMVI1
GNDGND

Parameter 00.01: „1“, Parameter 07.08: „3“.

A2 Inverter (China Noname)

AdapterFrequenzumrichter
RUN+FWD
RUN-GND
RPM10V IN
GNDGND

Parameter Pn 03: „4“.